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Superfoods werden in den Medien gehyped und von den Super- und Biomärkten als gesundheitsfördernde Neuheiten angepriesen. Chiasamen, Gojibeeren und Co. sind die neuen Superstars der Lebensmittelbranche. Dabei sind solche Produkte nur teure Substitute für Obst und Gemüse aus unserer Region. Dazu sind die Herstellungsprozesse oft undurchsichtig und die Umwelt leidet auch darunter. Also warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?

Chiasamen. Teuer und geschmacksneutral

Chiasamen zum Beispiel kommen ursprünglich aus Mexiko, sind richtig teuer und schmecken nach nichts. Aber sie regen unsere Verdauung an, da sie zusammen mit Flüssigkeit aufquellen. Außerdem enthalten sie jede Menge Omega-3-Fettsäuren, Calcium, Eisen und lösliche Ballaststoffe. Deswegen flippen alle in den Social Medien aus und preisen einen Chiapudding nach dem anderen an.

Geschrotete Leinsamen sind echte Superfoods!

Dabei können wir uns für den Bruchteil des Preises so einen Gesundheitsbooster auch aus Leinsamen zusammenstellen! Am Besten geschrotet. Die quellen ebenfalls mit Flüssigkeit im Magen auf und regen damit unsere Verdauung an. Kalzium, Eisen und Ballaststoffe enthalten Leinsamen auch, aber sie sind dazu sogar noch reicher an Omega-3-Fettsäuren! Und schmecken schön nussig und sind dazu unheimlich günstig.

Blaubeeren wirken entzündungshemmend

 

Gojibeeren werden aus Asien importiert. Daher können wir gar nicht genau wissen können, wie dort die Anbaubedingungen sind. Abgesehen davon ist die Umweltbilanz von so einer Importware katastrophal. Vielleicht erscheinen uns unsere heimischen Früchte als nicht so sexy. Unsere guten alten Erdbeeren oder überhaupt Beeren aus unserer Region verdienen den Titel Superfoods aber ganz genau so. Sie enthalten enorme Mengen an Antioxidantien und sind wahre Gesundheitsgaranten.

Apropos Sexappeal: der gilt ja leider so gar nicht für Kohl! Dabei ist Kohl DAS Superfood schlechthin.

Rotkohl und alle anderen Kohlsorten sind regionale Superfoods!

Alle Kohlsorten enthalten enorm viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Und alle Kohlgemüse haben eines gemeinsam: die so genannten Glucosinolate. Diese verwandeln sich während des Verdauungsprozesses in entzündungshemmende und krebsfeindliche Stoffe, so neueste Gesundheitsstudien. Das gilt also für Brokkoli, Brokkolisprossen, Blumenkohl, Weißkohl, Rotkohl, Rosenkohl und Grünkohl.

Grüne Smoothies mit Grünkohl zu trinken ist für unsere Gesundheit und unsere Umwelt daher viel zuträglicher als teures Matchapulver aus Japan zu verwenden.

Sicher enthalten Chiasamen, Gojibeeren, Matchapulver und andere fremdländische Produkte das, was den Titel Superfoods verdient. Das bedeutet etliches an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen. Doch das gilt eben auch für unsere heimischen Produkte.

Also lieber Geld sparen, die Umwelt schonen und die Region unterstützen!

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