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Der lange Winter ist im wahrsten Sinne des Wortes zum Haare raufen. Denn die trockene Heizungsluft und Sonnenarmut haben unsere Haare ganz schön ausgelaugt. Umso mehr Pflege brauchen sie jetzt, damit sie im Frühling in voller Blüte erwachen können. Hier kommt das Fitness-Programm vom Experten:

Richtig Haare waschen

Richtig waschen und wie oft

„Bei trockenem Haar reicht eine Haarwäsche ein- bis zweimal pro Woche“, verrät mir Civan Ucar, Friseurmeister mit mehreren Läden in Berlin. „Menschen mit fettiger Haut oder feinem und glattem Haar sollten wiederum öfter zum Shampoo greifen. Aber auch hier reicht es meist, wenn du jeden zweiten Tag wäschst.“

Achtung: „Das Shampoo quillt die Haare, damit die Staub- und Schmutzpartikel entfernt werden. Umso wichtiger ist es, daß man die Haare gründlich ausspült, damit keine Rückstände auf der Kopfhaut oder im Haar bleiben. Im Anschluß die Haare sanft mit einem Handtuch frottieren“

Schnipp Schnapp, aber nicht viel

Haare schneiden

Jetzt geht’s gleich an meine Längen, denn hier ist Haarspalterei ein Thema: „Im Winter sollte man die Haare alle vier bis sechs Wochen schneiden, zumindest die Spitzen. Durch die trockene Luft, Mützen etc werden die Haare stumpf und trocken. Da der Spliss von den Spitzen in die Längen wandert, muss man vorbeugen. Im Frühling kann man sich mehr Zeit lassen, sollte jedoch darauf achten, daß man sofort schneidet, sobald Spliss im Anmarsch ist“

 Kur

Menge für 1 x Maske oder Kur

Die wintermüden Haare brauchen jetzt eine Extraportion Pflege, am besten eignen sich dafür Haarmasken oder Kuren (einmal pro Woche). Sie entwirren das von Heizungsluft und Minusgraden geplagte Haar. Civan: „Die Haarmaske dringt nur ins Haar gut ein, wenn es nicht zu nass ist.

Masken kurieren die Haare

Die Maske nur in die Längen und Spitzen geben, nicht in die Ansätze. Danach ein Handtuch umwickeln, Wärme verstärkt den pflegenden Effekt.“

Geheimwaffe Arganöl

Ob als Tiefenpflege im feuchten Haar oder als pflegendes Finish bei fliegenden Haaren:

Arganöl für die Extraportion Pflege

Das „Arganöl“ aus der „Care by Civan-Serie“ (19,90 Euro) bringt fröstelnde Wintermähnen wieder auf Trab. Der Hairstylist schwört auf sein kleines Wundermittel, das er mir in die Haarlängen gibt.

Haarwachstum anregen

Im Frühling verlieren wir mehr Haare als sonst. Das ist vollkommen normal und lässt sich auch nicht verhindern. Mit den richtigen Lebensmitteln können wir das Wachstum der Haare ankurbeln: Zink und Magnesium stärken den Keratin-Gehalt im Haar und sind z. B. in Meeresfrüchten, Linsen, Vollkornbrot, Kakao und Mandeln enthalten.
Eisen versorgt Zellen und Haarwurzeln mit Sauerstoff und ist z. B. in Petersilie, Blutwurst und Kalbsleber enthalten (ich habe mir dafür allerdings Ersatz in Form von Schüsslersalzen besorgt). Protein, z. B. in Scholle, Tunfisch, Käse, gekochtem Schinken, Pute, Rund oder Eigelb, stärkt das Haar. B-Vitamine unterstützen das Haarwachstum und sind z. B. in Champignons und Frühstücksflocken enthalten.

Das Frühlings-Finish

Ruckzuck-Frisur

Falls doch ein „bad hair day“ droht, zaubert mir der Friseur eine 2 min-Frisur. Dafür Haare an den Seiten zurücknehmen, eindrehen und hinten feststecken. Fertig!

Am besten eignen sich übrigens Bürsten mit Wildschweinborsten, da diese dem menschlichen Haar am ähnlichsten sind.

Nun müsste der Winterblues bis in die Haarspitzen verbannt sein. Und falls nicht: eine Kopfmassage lockt die Glückshormone. Einfach mit den Fingerkuppen von den Schläfen aus kreisend in Richtung Scheitel massieren. Von dort zu den Ohren, wieder zu Scheitel und Ansatz, dann nach hinten in Richtung Nacken bewegen.  Dabei tief ein- und ausatmen. Dann kommen die Frühlingsgefühle ganz bestimmt!

Aber da unsere Haut auch ziemlich durch den Winter gelitten hat, habe ich auch dafür ein paar schöne Tipps für Euch hier!

 

 

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